Das können Sie sich sparen
Wer Regenwasser nutzt oder versickern lässt, kann bei der Abwassergebühr bares Geld sparen.
Abwasserkosten entstehen unter anderem durch die Reinigung des in die Kanalisation entwässerten Schmutz- und Regenwassers, die Instandhaltung des öffentlichen Kanalnetzes sowie Regenwasserbehandlungs- und Entlastungsanlagen. Um diese Kosten für die Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung zu decken, wurde bisher eine Abwassergebühr erhoben, die sich nach der verbrauchten Frischwassermenge berechnet. Dabei ging man davon aus, dass bei allen Grundstücken die in die Kanalisation eingeleitete Abwassermenge ungefähr dem verbrauchten Frischwasser entspricht.
Verschiedene Verwaltungsgerichtshöfe haben entschieden, dass die Gebührenerhebung allein nach diesem Frischwassermaßstab nicht mehr zulässig ist. Die Kommunen sind nun verpflichtet, die Kosten für die öffentliche Abwasserbeseitigung verursachergerecht zu erheben, also entsprechend des tatsächlichen in Anspruch genommenen Abwassers.
Ökologisch betrachtet entsteht hierdurch ein Anreiz für Entsiegelungsmaßnahmen, die einen natürlichen Wasserkreislauf auf dem Grundstück fördern und gleichzeitig die Niederschlagswassergebühr senken.
Grundstückseigentümer können mittels einer Versickerungsanlage – und vor allem in der Kombination Regenwassernutzung und Versickerung – so auch ökonomische Vorteile nutzen, indem Frischwassergebühren und Niederschlagswassergebühren teilweise entfallen.
Gesplittete Abwassergebühr
Im Zuge der Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr wird die bisherige allgemeine Abwassergebühr zukünftig in eine Schmutzwassergebühr und eine Niederschlagswassergebühr aufgeteilt.
Versiegelungsflächen
Versickerung
Ins Erdreich statt in die Kanalisation
Bei einer gesplitteten Abwassergebühr sind Flächen, die an Zisternen ohne Überlauf in die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden, meist gebührenfrei. Ebenso, wenn anschließend eine korrekt gebaute Versickerungsanlage, wie beispielsweise eine Muldenversickerung oder ein Rigolen-System mit Sickerschächten angeschlossen sind.
Retention
Drosseln Sie Ihre Abwassergebühren
Retentionszisternen haben einen gedrosselten Ablauf und leiten das Regenwasser nach und nach in die Kanalisation ein. So wird das öffentliche Kanalnetz entlastet. Dies bringt oft finanzielle Vorteile bei der Berechnung der versiegelten Fläche und somit bei der Niederschlagswassergebühr. Retentionsanlagen sind häufig in Neubaugebieten vorgeschrieben. Es können sowohl Zisternen mit vollständigem Retentionsvolumen installiert werden, bei denen keine Regenwassernutzung möglich ist, als auch Retentionstanks, die ein Nutzvolumen von beispielsweise 50 % Regenwassernutzung haben. Die Hälfte des Tankinhalts kann dann genutzt werden, die andere Hälfte fließt gedrosselt ab.
Anschlussarten:
Versickerung, Kanal oder Retention
Unsere Lösungen zur Beseitigung von Niederschlagswasser.